Presse
 



Pressemeldungen 2016
Landsberger Echo, 13.April 2016

Vorstand gewählt

Flugsportverein Halle-Oppin hat einen neuen Vorstand

Der Flugsportverein Halle-Oppin e. V. hat am vergangenen Samstag im Rahmen der jährlichen Jahreshauptversammlung seinen Vereinsvorstand neu bestimmt. Mit Stefan Münch (1. Vorsitzender), Ralph Sopp (Schatzmeister) und Christine von Bose (Schriftführerin/Öffentlichkeitsarbeit) sind bereits bewährte Leute in ihre bisherigen Funktionen wiedergewählt worden. Neu im Vorstand sind die langjährigen Vereinsmitglieder Thomas Blechschmidt als 2. Vorsitzender und Andreas Dahms als Technischer Leiter. Als neuer Jugendleiter wurde Markus Michallok gewählt, der von nun an die Interessen der Jugendlichen im Verein vertreten wird. Damit sind alle organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Flugsaison 2016 geschaffen.


Zu sehen sind v. l. Andreas Dahms (Technischer Leiter), Thomas Blechschmidt (2. Vorsitzender), Markus Michallok (Jugendleiter), Stefan Münch (1. Vorsitzender), Christine von Bose (Öffentlichkeitsarbeit/ Schriftführerin) und Ralph Sopp (Schatzmeister) mit dem Vereins- Segelflugzeug vom Muster Mistral C.


Der Verein, der am Flugplatz Oppin zuhause ist, hat derzeit 70 Mitglieder aus allen Altersklassen, besitzt sechs Segelflugzeuge und zwei Motorflugzeuge. Für dieses Jahr haben hat man sich einiges vorgenommen: Neben der eigenen Hobbyfliegerei einschließlich der Ausbildung von Segelflug- und Motorflugpiloten soll es auch in diesem Jahr für Interessierte wieder die Möglichkeit geben, selbst im Segelflugzeug mitzufliegen. Ebenfalls kann man in einem Rundflug mit dem vereinseigenen Motorsegler Halle und den Saalekreis einmal aus der Luft genießen. Damit soll der Allgemeinheit ein nicht alltägliches Flugerlebnis ermöglicht werden, um damit den Flugsport in der Region zu fördern sowie neue Freunde des Flugsports zu gewinnen. Interessierte können sich auf der Internetseite des Vereines (www.fsvoppin. de) informieren oder sich direkt an info@fsv-oppin.de wenden.






Pressemeldungen 2015
der adler - Magazin des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes e.V. - Ausgabe 01/2015

Sommerlager des Flugsportvereins 1910 Karlsruhe in Halle-Oppin

Start mit Hindernissen
Gefühlt war der August bei uns viel zu nass und auch zu kühl, manchmal geradezu kalt. Gerade an den Wochenenden herrschte oftmals ungemütliches Wetter. Kein Wunder, dass sich das Sommerlager in Halle-Oppin, das wir im August absolvierten, wie ein Frühlingslager anfühlte. Dennoch: 210 Starts und 89 Stunden in der Luft, das sind die Ergebnisse des Sommerlagers - und das obwohl technische Probleme mit der Winde vorlagen.
Gleich am ersten Wochenende wurde viele Einweisungs- und Schulstarts gemacht. Dieter Ruchser erkundete am Sonntag, 11. August, gleich den Raum nördlich von Haller, er schaffte fast 300 Kilometer. Am Tag darauf kamen von Moritz, Torsten und Roland weitere 400 Kilometer hinzu.
Der 13. August dagegen war nicht gerade ein Glückstag. Nach einer stattlichen Anzahl von Windenschlepps verabschiedete sich der Motor der Hallenser Winde mit einem Kolbenfresser. Damit war erst mal Schluss, und die Suche nach einer Ersatzwinde fing an. Mangels Startmöglichkeit in Halle starteten Dieter und Torsten am 14. August vom benachbarten Flugplatz Renneritz. Dieter gelang ein Flug über 321 Kilometer, Torsten meisterte mit dem Cirrus eine Strecke von 126 Kilometern.


Text und Fotos: Leo Streit und Roland Helfer

Nach zwei Tagen wurde eine Ersatzwinde gefunden
Die fieberhafte Suche nach einer Ersatzwinde endete für Stefan Münch, den Vorsitzenden des FSV Halle-Oppin, zwei Tage später. An jendem Tag wurde die Ersatzwinde in einer Nacht- und Nebelaktion über 250 Kilometer an den Platz geschleppt. Der Spruch eines Jugendlichen aus unseren Reihen lautete dazu: "Ich möchte auch mal etwas erleben, was ich später meinen Kindern erzählen kann."
Die "neue" Winde sah schon etwas antiquiert aus. Das sollte sich beim Betrieb in der zweiten Woche noch bemerkbar machen. Am Sonntag, 17. August, konnten wir schließlich wieder fliegen.
Am darauffolgenden Tag bemerkten wir schon beim Aufwachen einen leichten Regenschauer. So war gleich klar, dass es mit dem Fliegen zunächst nichts werden würde. Stattdessen bot Roland eine Stadtführung durch Halle an - etwas Kultur und Stadtwissen kann schließlich nicht schaden.


Unsere Flieger beim Stadtrundgang in Halle.

Nachmittags lockerte der Himmel doch noch auf, Leo bekam von Roland seinen obligatorischen Einweisungsflug verpasst, und wir konnten noch einige Schulstarts machen. Da Roland und Heiko schon die ganze Zeit als Fluglehrer zur Verfügung gestanden haben, machte Leo am Dienstag Fluglehrerdienst, und es gelangen ihm zwei schöne Thermikflüge mit Leonie Krüger und mit Yannis. So konnte er die Luftraumverhältnisse über Halle erkunden. Joshua und Beni machten derweil Übungsflüge mit den Einsitzern.

Auch der Motor der Ersatzwinde streikte
Für Mittwoch war dann gute Thermik mit Wolkenstraßen angesagt. Alle Flieger wurden aufgebaut, die Streckenflieger bereiteten sich auf einen guten Tag vor. Dann allerdings kam die Hiobsbotschaft: Der Windenmotor der antiquierten Winde streikte - mit der Folge, dass die Flugzeuge bei bestem Wetter am Boden blieben.
Zuerst gab es die üblichen Anlassversuche, bis die Batterie leer war. Dann ein Überbrückungskabel für einen Lepo. Nein, der Motor wollte absolut nicht. Es musste die Zündung sein. Udo forschte im Internet nach dem achtzylindrigen Big-Block-Motor. Wir gingen daran, die Zündfolge zu überprüfen, den Unterbrecherabstand einzustellen und die Zündspule auszutauschen. Kurzzeitig lief der Motor und wir dachten schon, wir hätten die Ursache gefunden. Dann aber folgte wieder nur stotternder Leerlauf. Gebückt standen wir über dem Motor und konnten nur durch seitliches Blinzeln die Wolkenstraßen erkennen. Wieder versuchten wir, den Zündzeitpunkt mit einer Rückfahrbirne aus dem Lepo und einem Draht in primitivster Weise einzustellen. Da waren Kenntnisse aus der Vergangenheit gefragt, mit Elektronik war nichts zu machen. Es half nichts. Wir waren fast schon drei Stunden bei der Reparatur und mit unserer Geduld und unserem Wissen beinahe am Ende. Worte wie "Verfluchter Motor, wir werden dich doch schaffen!" und Schlimmeres gab es zu hören.


Mit den Motoren der Winden gab es allerhand Probleme

Der letzte Versuch brachte den Durchbruch
"Lass uns noch eines probieren", kam schließlich als Motivationshilfe von einem der Bastler. Also bauten wir als Letztes den Kondensator aus dem Zündverteiler aus und suchten einen Ersatz. Nur: woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es gab keinen Ersatz. Also reinigten wir die Kontakte und bauten das Ganze wieder ein. Beim Einbauen stellten wir dann plötzlich fest, dass es einen losen Kontakt zwischen Kabel und Kabelschuh ams Kondensator gegeben hatte. Diesen drückten wir mit der Zange fest, bauten alles ein und stellten den Zündzeitpunkt ein, was sich bei einem Big Block recht schwierig gestaltet - Udo hatte schon wunde Hände von dem Drehen an der Krubelwelle.
Es folge ein letzter Versuch mit einem Start. Der Motor sprang sofort an und lief so sauber, als wäre nichts gewesen. Beim Gas geben drehte der Motor problemlos hoch. Wir hatten es geschafft! Wir klopften uns gegenseitig auf die Schulter und waren doch etwas stolz.
Sofort ging die Meldung an den Start: Fertigmachen für einen Windenschlepp. Gegen halb vier wurde die DG 300 mit Beni am Steuer ohne Mühen an den Himmel geschleudert.
So konnten wir letztlich an diesem Tag doch noch zwölf Starts machen. Der nächste Tag zeigte sich dann von seiner guten Seite. Schulflüge, Flüge um den Platz wie auch Streckenflüge gelangen uns. Rolf-Dieter absolvierte seinen 500. Start in der DG 300.


Erfolgreicher Flug in die Lausitz
Auch für den Freitag war nochmals fliegbares Wetter mit Wolkenstraßen angekündigt. Leo Streit nahm sich vor, in Richtung Osten in die Lausitz, eine thermisch begünstigte Gegend, zu fliegen. Also tankten wir 100 Liter Wasser in die Flächen, und es ging an der Winde auf 350 Meter Ausklinkhöhe. Der Hilfsmotor soll ja bei einem langen Flug gleich ausprobiert werden, und so flog Leo ein Stück der ersten Wolke entgegen. Dann folge ein guter Einstieg in die Thermik und mit der ersten Wolkenstraße ging es über Dessau, vorbei an Lutherstadt Wittenberg und am Zauberwald entlang, bis die riesige Traglufthalle des früheren Unternehmens Cargolifter auftauchte. Die ist mittlerweile ein großes Spassbad untergebracht.
Leo jagte die ASG weiter unter den Wolken, bis er einige Kilometer vor Eisenhüttenstad dann doch etwas tiefer ankam. Aber die nächste Wolke brachte das erhoffte Steigen und mit über drei Metern pro Sekunde konnte er von 700 Metern über Grund auf 2000 Meter steigen - so muss es sein. Schon tauchte hinter Eisenhüttenstadt die polnische Grenze auf. Die Oder bildet die natürliche Grenze zu unserem Nachbarland. Zurück ging es dann ähnlich über die Wälder und dem nur dünn besiedelten Raum.
34 Kilometer vor Halle und minus 700 Meter auf dem Endanflugrechner war die Thermik dann leider zu Ende. Etwa 15 Kilometer davor traf Leo die falsche Entscheidung und wollte nördlich den großen Seen aus dem früheren Braunkohleabbau bei Bitterfeld ausweichen. Also Motor ziehen und das restliche Stück "heimratteln". Nach über fünf Stunden landete er glücklich und zufrieden in Halle-Oppin. Mit insgesamt 463 Kilometern landete er an diesem Tag in der deutschlandweiten OLC-Wertung au den ersten Platz.
Jenz Stolz gelang im Discus ein Flug über 252 Kilometer, Moritz Eble mit Copilot Max Kaltenbrunn in der DG 500 kam auf 200 Kilometer und Markus Kubutat im Cirrus auf 113 Kilometer. Das war ein toller Abschluss unseres Sommerlagers.


Beim gemeinsamen Essen mit den Fliegerfreunden in Halle-Oppin

Abends gab es dann noch ein gemeinsames Spießgrillen mit unseren Hallenser Freunden, und das herbstliche Sommerlager fand einen schönen Ausklang bei vielen interessanten Gesprächen.






Pressemeldungen 2014
Mitteldeutsche Zeitung, 20. August 2014

Freunde über den Wolken

SEGELFLIEGEN Die Vereine aus Oppin und Karlsruhe verbindet eine langjährige Partnerschaft. Nun haben die Baden-Württemberger den Saalekreis besucht.

OPPIN/MZ - Langsam strafft sich das Drahtseil, Fluglehrer Roland Helfer gibt ein letztes Kommando ins Funkgerät, dann geht alles ganz schnell. Mit Hilfe des Seils wird der Karlsruher Hobbypilot Udo Heisterklaus mit seinem leichten Segelflugzeug in die Luft gezogen, die Leine wird ausgeklinkt und fällt zu Boden. Heisterklaus schwebt jetzt etwa 1 000 Meter über dem Saalekreis, ohne Motor, nur mit Hilfe von Aufwinden, der sogenannten Thermik. Die ist hier im Saalekreis etwas besser als in Karlsruhe. Doch die Karlsruher Gäste sind nicht nur wegen der Thermik hier. Sie und den Flugsportverein Halle-Oppin verbindet bereits eine lange Freundschaft. Helfer und 17 Vereinskollegen sind zu einem Sommerlager nach Oppin gekommen.


Am Himmel über dem Saalekreis. (Fotos: Thomas Meinicke)

Ist es wirklich nur die Thermik oder warum schwärmt Helfer noch für Oppin? Schließlich ist Luft doch gleich Luft? „Das Gebiet hier eignet sich besonders gut für Flugschüler, denn auf den umliegenden Feldern kann man gut außenlanden“, lobt der Karlsruher die Bedingungen im Saalekreis. „Außenlandung“ - das passiert, wenn die Thermik einmal abreißt und der Pilot statt auf dem Flugplatz auf einem Acker schnell landen muss. In so einem Fall muss das Flugzeug dann zusammengeklappt, auf einen Anhänger verladen und wieder zum Flugplatz gefahren werden. „Das dauert höchsten fünf Minuten“, sagt Helfer. Damit das trotzdem nicht passiert, hat das modernste Flugzeug der Karlsruher eine sogenannte „Heimkehrhilfe“, ein kleiner Propeller, der bei Bedarf am Rumpf ausgefahren werden kann. Die Freundschaft zwischen den Vereinen reicht zurück bis in die Wendezeit. Nach der Wende halfen die Baden-Württemberger den Oppinern dabei, ihren Verein aufzubauen. Das Sommerlager, findet schon zum zweiten Mal statt.


... die Karlsruher sind zu Besuch.

Eine der Teilnehmerinnen ist Claudia Haller, die im Oktober in Karlsruhe ihr Studium beginnt. Sie hat 2012 mit dem Fliegen begonnen, in der Luft zu sein macht der 19-Jährigen „Megaspaß“, obwohl ein Fluglehrer der jungen Pilotin noch auf die Finger am Steuerknüppel schaut. „Hier im Saalekreis ist die Umgebung komplett anders, als bei uns“, sagt sie. Die charakteristische Landschaft - ohne Berge und mit vielen Feldern - mache die Orientierung zwar schwerer. „Aber die Aussicht ist trotzdem toll“, sagt Haller. Angst, dass mal etwas passiert, habe sie keine. „Die Flugzeuge werden morgens gecheckt, außerdem haben die erfahrenen Flieger ein Auge auf uns“, sagt sie.
Stefan Münch, Vorsitzender vom Flugsportverein Oppin ist so ein erfahrener Flieger. Während die Karlsruher da sind, kommt er kaum dazu, selbst in die Luft zu steigen. Aber das stört ihn nicht. „Die machen sich gut“, ist sein Resümee der ersten vergangenen Flugwoche. In seinem Verein können Flugschüler für einen Pauschalbetrag von 60 Euro im Monat so oft fliegen, wie sie wollen. So teuer, wie alle immer glauben, sei der Sport gar nicht.
Dafür - und das wissen viele wiederum nicht - ist das Segelfliegen ein Teamsport. Ohne Hilfe kann kein Pilot starten. Die Maschinen kippen am Boden von alleine auf eine Tragfläche, so dass beim Start jemand das Gleichgewicht halten muss. Ein weiterer Helfer muss die Seilwinde bedienen, mit der die Flugzeuge in die Luft gezogen werden. Einmal in der Luft sind die Piloten dann auf sich allein gestellt. Falls es doch einmal ein schweres Problem mit der Maschine geben sollte und eine „Außenlandung“ nicht möglich ist, bleibt den Piloten nur eine Möglichkeit: Der Sprung aus dem Flugzeug. Für diesen Fall tragen alle einen Fallschirm auf dem Rücken, obwohl die wenigsten schon einmal damit geübt haben. „Aber besser ein gebrochenes Bein, als Schlimmeres“, sagt Roland Helfer. Und bis jetzt habe zum Glück auch noch niemand den Notfall- Schirm gebraucht.
Bis Samstag bleiben die Karlsruher noch in Oppin und hoffen auf weniger Wind in den nächsten Tagen, denn der schwächt die Thermik, die fürs Segelfliegen so wichtig ist.

Oliver Müller-Lorey


Daumen hoch - bereit zum Start...





Pressemeldungen 2013
der adler - Magazin des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes e.V. - Ausgabe 10/2013

Die "Wessis" zu Besuch bei den "Ossis"

Der FSV-Karlsruhe veranstaltete das Sommerlager in der Partnerstadt Halle

Mit jeder Menge Fragen, was die Karlsruher Piloten in Halle wohl erwarten wird, fuhren diese im Sommer gen Osten. Das Ziel war der Flugplatz Halle-Oppin am Rand der Sachsen-Anhalter 230.000-Einwohner-Stadt. Viele Staus und eine Autopanne machten den Weg nicht gerade leicht. Jedoch - endlich angekommen - zeigte sich sehr schnell: "Das ist ein Platz zum Wohlfühlen!" Ein schattiges Plätzchen zum Zelten, ein gemütliches Vereinsheim, einen aufgebauten Pool und eine geballte Ladung Gastfreundschaft hielten die Hallenser schon für die Karlsruher Flieger bereit. Fliegerisch steht der Osten dem Westen auch in keiner Weise nach. Gerade für die Streckenflieger bot sich eine phänomenale Landschaft: Ein Außenlandeacker schöner als der andere. Dazu stabile Thermik und das Segelfliegerherz schlägt höher. Zusammen mit den einheimischen Freunden flogen die Karlsruher Strecken bis zu 500 Kilometer. Eine Kunstflugbox war eingerichtet und die passende Schleppmaschine - eine Wilga - stand ebenfalls bereit. Machte das Wetter den fliegerischen Plänen einen Strich durch die Rechnung, war Kultur angesagt: An den drei Schlechtwettertagen bestaunten die Badener erst Halle, dann Leizig und schließlich sogar Berlin. Tatsächlich wie im Flug vergingen auf diese Weise zwei erlebnisreiche Wochen. "Es hätten gern auch noch zwei Wochen mehr sein können", so war zum Schluss der Konsens der Badener Piloten.

Adrian Bittner


Das standesgemäße Feierabendbier wurde im vereinseigenen Pool am Flugplatz Halle-Oppin eingenommen (FOTO: Adrian Bittner)


Mitteldeutsche Zeitung - Stadtgespräch, 3./4. August 2013

Karlsruher segeln über Halle

Nun, mit dem Segelfieger sind die Karlsruher zwar nicht angereist. Aber immerhin fünf ihrer sechs Flugzeuge haben die 14 Segelflugsportler des Flugsportvereins 1910 Karlsruhe aus Halles Partnerstadt mitgebracht, um während ihres Fluglagers Kilometer um Kilometer am Himmel über Oppin zu absolvieren. "Seit 1990 haben wir gute Kontakte zu den Oppiner Flugsportlern", so Roland Helfer, Vorsitzender des Karlsruher Vereins, der damals den Oppiner quasi Starthilfe in puncto Vereinsgründung gegeben hat. Jetzt haben die Karlsruher für zwei Wochen auf dem Flugplatz Oppin ihre Zelte aufgeschlagen. Täglich werden nun nach einem morgendlichen Meeting die schnittigen Segler an den Start gebracht, und abwechseln erheben sich der Schulungsdoppelsitzer AKS 21 und sein Profi-"Kollege", die DG 500, der Schulungseinsitzer LS 1 f, Die Cirrus Standard für Überlandflüge und letztlich auch die Diskus 2 CT, die als einzige eine Heimkehrfunktion - einen zuschaltbaren Motor - hat, in den strahlend blauen Himmel. "Wir versuchen, so viele Flüge wie möglich zu absolvieren", so Helfer, der die hervorragenden Bedingungen in Oppin lobt. Das freut natürlich auch Gastgeber Stefan Münch, Vorsitzender des Oppiner Flugsportvereins. Der weiteste Flug übrigens ging über 500 Kilometer. "Einer unserer Piloten ist bis Dresden und sogar über Polen geflogen", so Helfer. Na dann, weiterhin guten Flug!

Aufgeschnappt von Katja Pausch


Über den Wolken... Gleich heben die Karlsruher Segelflugsportler ab. Zuvor posieren sie auf dem Oppiner Flugplatz vor ihrem Schulungsdoppelsitzer, einer ASK 21. (FOTO: GÜNTER BAUER)


Zachow - Ihr Magazin, Juli 2013

Über den Wolken

In Halle-Oppin kann man mit dem Segelflugzeug die Lüfte erobern

Auf dem Flugplatz in Halle-Oppin hat der Segelflugsportverein sein Domizil. An den Wochenenden bei gutem Wetter bilden die weißen Segelflugzeuge einen grellen Kontrast zum blauen Himmel. In der Luft drehen nicht nur ausgebildete Piloten ihren Runden. Auch die Flugschüler des Vereins absolvieren ihre Übungen. Der Jüngste Segelflugschüler ist 14 Jahre alt, der älteste ist 71. Denn Fliegen lernen kann jeder.


Freie Bewegung in der Luft. (FOTO: MARTIN HÖLZER)

"Zum Fliegen ist man nie zu alt. Segelfliegen kann man, solange man fit ist", sagt Stefan Münch, der 1. Vorsitzende des Flugsportvereins Halle-Oppin und Cheffluglehrer. Der 26-Jährige begann mit 13 Jahren seine Segelflugausbildung und war damit einst einer der jüngsten Flugschüler. Dieter Voigt hingegen ist 71 Jahre und der derzeit älteste Flugschüler. "Ich bin begeisterter Segler auf dem Wasser. Da lag es nahe, auch das Segeln in der Luft auszuprobieren", erzählt er über die Anfänge der Fliegerei. Der Radio- und Fernsehmechaniker nahm vor zwei Jahren an einer Schnupperflugwoche des Vereins teil. Vorstandsmitglied Falk Wozny: "Bei den Schnupperflügen kann jeder, der Lust am Fliegen hat, herausfinden, ob der Segelflugsport etwas für ihn oder sie ist." Geflogen wird in einem Zweisitzer, gesteuert von einem lizensierten Piloten. Dieter Voigt fand Gefallen am Fliegen und am Vereinsleben und begann im Oktober 2011 mit der Segelflugausbildung. Diese dauert zwei bis drei Jahre, je nachdem wie viel Zeit der Flugschüler in seine Ausbildung investiert. "Jetzt bin ich Rentner und habe endlich Zeit", sagt Voigt. Spätestens im nächsten Jahr will er seinen Pilotenführerschein, der richtig "Luftfahrerschein für Segelflugzeuge" heißt, in den Händen halten. Doch vor der Praxis steht die Theorie. So muss der Familienvater, bevor es mit dem Schulungsflieger in die Lüfte geht, ordentlich pauken: Luftrecht, Navigation, Meteorologie und Aerodynamik.


Viele helfende Hände sind beim Segelfliegen nötig, bevor man die Lüfte erobern kann. (FOTO: MARTIN HÖLZER)

Meist im März beginnt die Flugsaison. Gemeinsam mit einem erfahrenen und lizensierten Fluglehrer des Vereins werden die ersten Trainingsflüge absolviert. Das Starten an der Winde wird trainiert sowie Gleiten, kurvenfliegen und natürlich die Landung. "Denn dafür habe ich nur einen Versuch", schmunzelt Voigt. Die erste Prüfung hat der Flugschüler schon bestanden, und darf nur die Trainingsflüge allein absolvieren. "Das Schönste am Segelfliegen ist die freie Bewegung in der Luft in drei Dimensionen. Die relative Ruhe, der wundervolle Blick nach unten", schwärmt der Landsberger, "und dennoch muss man wachsam sein, auf andere Flugzeuge achten oder die Thermik beachten, um die Aufwinde richtig aufzufangen." Als nächste große Flugaufträge stehen ein Streckenflug und eine kontrollierte Außenlandung an.

Das Segelfliegen ist ein Teamsport. Beim Start werden viele helfende Hände benötigt, die Tragflächen müssen gehalten werden und die Winde muss bedient werden. Muss der Flieger außerhalb des Flugplatzes Oppin landen, wird der Pilot samt Segelflugzeug von einem Vereinsmitglied abgeholt. Das kostet ihn allerdings einen Kasten Bier. In den Wintermonaten helfen alle Vereinsmitglieder dabei die Flieger in Schuss zu halten. Dies alles mag Dieter Voigt. Deshalb freut er sich schon auf seinen nächsten Flug und darauf, den Wind nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren.

Kerstin Eschke






Pressemeldungen 2012
Landsberger Echo, 07.11.2012

Jüngster Alleinflieger Sachsen-Anhalts wird gefeiert

OPPIN (f.lüke/fsv). Das hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben, waren sich die Altvorderen des Flugsportvereins Halle-Oppin e. V. einig: Es ist der 3. Oktober 2012 und ein frischer Wind pfeift den Luftsportlern um die Ohren. Im Segelflugzeug ist man geschützt. Wer den Job der Bodenmannschaft ausübt, und das ist dann der große Rest, der im Moment nicht fliegt, ist den Unbilden ausgesetzt.

Markus Michallok aus Halle sitzt heute allein im Schulungsdoppelsitzer. Er ist am Tag zuvor 14 Jahre jung geworden und schon seit dem Frühjahr Segelflugschüler in Oppin. Kraft Gesetz darf mit 14 Jahren mit der Segelflugausbildung begonnen werden. Es gibt Ausnahmen von dieser Regelung. Auf Antrag erlaubt die Landesluftfahrtbehörde, eine Schulung unter bestimmten Vorrausetzungen schon mit 13einhalb Jahren zu beginnen. Und das hat Markus ausgenutzt bzw. seine Eltern es ihm erlaubt. Im April diesen Jahres mit der Ausbildung angefangen, steht jetzt, einen Tag nach seinem 14. Geburtstag der 1. Alleinflug an, der frühestmögliche Termin, den die Vorschriften zulassen.

Was für eine Entwicklung eines jungen Menschen, der nun ganz allein zum ultimativen, nicht wiederholbaren Kick ansetzt. Der Startleiter gibt über Funk den anstehenden Alleinflug an den Windenfahrer durch, der nun ganz besonders gefühlvoll den Gashebel des 200 PS starken Chryslermotors betätigt. Sanft hebt der weiße Schulungsdoppelsitzer ab, der hintere Platz, wo sonst der Fluglehrer thront, bleibt leer. Es geht alles glatt, Start, Einteilung der Platzrunde und Landung wurden zigmal geübt. Na ja, an Kleinigkeiten wie Landeeinteilung wird zukünftig noch gefeilt werden müssen, aber da hat er noch reichlich Zeit in seinem jungen Fliegerleben.

Danach das übliche Spiel unter Fliegern. Aus dem traditionellen Distelstrauch nach den Alleinflügen wird ein Büschel langes Gras, die Vegetation am Flugplatzrand gibt nichts anderes her. Diensthabender Fluglehrer Stefan Münch übernimmt die Vorbereitung des weiteren Rituals. Er schnappt sich den jungen Alleinflieger zum Festhalten für das obligatorische Hintern versohlen. Jeder darf mal Markus‘ wichtigstes fliegerische Anzeigeinstrument auf seine Art “polieren“. Markus ist angekommen bei den Fliegern, ist mitten drin und dass er auch anpackt, wenn mal geschraubt werden muss, macht ihn noch sympathischer.


Markus Michallok beim Start - der 14-Jährige ist damit Sachsen-Anhalts jüngster Alleinflieger. (FOTO: MARTIN HÖLZER)


Mitteldeutsche Zeitung, 17.10.2012

Mit 14 allein im Segelflieger

OPPIN/MZ. Fliegen fand Markus Michallok schon immer "cool". Vor wenigen Tagen ist der Achtklässler aus dem Herder-Gymnasium in Halle 14 Jahre alt geworden. Am Tag nach seinem Geburtstag flog er erstmalig allein im Segelflugzeug. Der Start, die Einteilung der Platzrunde, die Landung. Alles hatte er zigmal mit den Fluglehrern geübt. Alles ging bei diesem ersten Alleinflug ganz glatt. Damit ist Markus Michallok der jüngste Pilot beim Flugsportverein Halle-Oppin.

Die große Liebe zum Selber-Fliegen habe mit einem Flugsimulator am Computer angefangen. Da war Markus zwölf und brachte Stunden damit zu. "Das möchte ich richtig können", sagte er sich. Gemeinsam mit seinen Eltern beriet er sich. Sie erkundigten sich auf dem Flugplatz in Oppin nach den Möglichkeiten für Jugendliche und erfuhren so, dass laut Gesetz mit 14 Jahren eine Segelflugausbildung begonnen werden darf, dass man aber bei der Landesluftfahrtbehörde auch eine Ausnahme beantragen kann. Diese erlaubt, die Ausbildung schon mit dreizehneinhalb Jahren zu beginnen. Im Frühjahr war es soweit: Markus fuhr erstmalig zum Flugplatz in Oppin. Schon am ersten Tag durfte er sich in ein Segelflugzeug setzen und mitfliegen.

"Das war toll", erinnert er sich. Aber es sei auch ganz anders gewesen als in einem großen Urlaubsflieger. "Der Start geht viel schneller, es wackelt ein bisschen mehr und macht viel mehr Spaß", ist er sich sicher.

Bevor er den ersten Alleinflug hinlegen durfte, ging er viele Male mit Fluglehrern buchstäblich in die Luft. "Der Schüler sitzt im Schulflieger immer vorn", erzählt der 14-Jährige. Der Lehrer habe den Platz dahinter und greife notfalls ein. Auch Theoriestunden über Wetter- und Windverhältnisse hat Markus absolviert. Als der Lehrer am 3. Oktober erstmal nicht mehr hinter ihm saß, sei das schon ein ganz anderes Gefühl gewesen. Obwohl Markus kein abgeklärter Typ ist, sei ihm nicht bange geworden. "Man hat zu viel zu tun, muss auf so viele Sachen achten, da denkt man nicht an Angst", begründet er. Mutter Cornelia Michallok war da schon ein wenig mulmiger, aber sie meint: "Mopedfahren, Reiten, das ist doch alles auch gefährlich." Sie vertraut ganz dem Können ihres Sohns, dessen Lieblingsfach in der Schule Englisch ist und der in seiner Freizeit auch gern liest und Klavier spielt.

Bis zum 3. November geht die Segelflugsaison noch. Die Zeit bis dahin will Markus für weitere Flüge nutzen. Den sich anschließenden Winter will der junge Pilot vor allem dazu nutzen, seine theoretischen Kenntnisse über das Fliegen und alles, was damit zusammenhängt, zu vertiefen.

Vorerst darf Markus Michallok nur Platzflüge allein absolvieren. Den Segelflugschein, der ihn zu weiteren Flügen berechtigt, will er in zwei Jahren machen. Das sei erst mit 16 möglich. Markus jedenfalls hat ein klares Berufsziel: "Ich will mal Pilot werden."


Fliegen ist Markus Michalloks Leidenschaft. (FOTO: MARTIN HÖLZER)


mz-web.de, 10.09.2012

Schnuppertag beim Flugsportverein

HALLE (SAALE)/MZ/SIKI. Am 22. September veranstaltet der Flugsportverein Halle-Oppin einen Schnuppertag bei den Segelfliegern auf dem Oppiner Flugplatz. Fluginteressierte Frauen und Männer ab 14 Jahren können ohne weitere Verpflichtungen teilnehmen. Los geht es ab 10 Uhr im Vereinsheim.

Kostenlos ist der Spaß allerdings nicht. Jeder Teilnehmer muss einen Unkostenbeitrag von 30 Euro bezahlen. Dafür kann aber jeder, der den Mut dazu hat, zum Abschluss des Tages zwei Segelflüge per Windenstart erleben. In 400 Meter Höhe werden mit einem erfahrenen Fluglehrer an Bord Geradeausflug, Kreisen und Schnellflug geübt, kündigt der Verein an.

Die Anmeldung erfolgt über die Vereinshomepage fsv-oppin.de. Die Bestätigung der Anmeldung wird zusammen mit weiteren Informationen zum Tagesablauf per E-Mail mitgeteilt. Die Organisatoren bitten darum, sich frühzeitig anzumelden, da die Anzahl der Plätze beschränkt sei.


Am 1. September lädt der Verein am Flugplatz in Oppin zum Tag der offenen Tür ein. (FOTO: FSV HALLE-OPPIN)


mz-web.de, 30.08.2012

Oppiner Flugsportverein lädt zum Tag der offenen Tür

HALLE (SAALE)/MZ. Die Luftsportler vom Flugsportverein Halle-Oppin e.V. laden am 01. September 2012 zum Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Halle/Oppin ein. Luftsportinteressierte, Anwohner und Ausflügler können sich an diesem Tag selbst ein Bild vom „bunten Fliegervölkchen“ machen, das sich mit Thermik oder Motorkraft in die Lüfte erhebt. Die Oppiner Segelflieger öffnen ihre „Heiligen Hallen“ und beantworten neugierigen Besuchern gern alle Fragen um das Fliegen und den Segelflugsport.

Ab 11 Uhr können Gäste den Traum vom Fliegen wahr werden lassen und ihre Heimat im Segelflugzeug oder Motorsegler hautnah von oben erleben. Schnupperflüge werden bereits ab 20 € angeboten! Entsprechende Schnupperflugtickets können im Vereinsheim am Flugplatz Halle/Oppin erworben werden.

Der Eintritt ist frei, die Parkplätze sind kostenlos. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere Infos gibt es auf der Vereinshomepage www.fsv-oppin.de oder hier direkt: 0160/95437132. Schauen Sie doch einfach am 01.09.2012 bei uns vorbei und erleben Sie uns und den Segelflugsport. Wir freuen uns auf viele Besucher!


Am 1. September lädt der Verein am Flugplatz in Oppin zum Tag der offenen Tür ein. (FOTO: FSV HALLE-OPPIN)


Magdeburger Volksstimme, 28.07.2012

"Oft fliegen wir zwischen den Vögeln"

Hallenser Segelflieger sind zu ihrem Sommerlager auf dem Gardeleger Flugplatz zu Gast

Gardelegen. Ihr Sommerlager haben die Mitglieder des SFV Halle-Opin in dieser Woche auf dem Gardeleger Flugplatz aufgeschlagen. 25 Teilnehmer, darunter 17 Piloten, sammeln während des kombinierten Fliegerclub- und Familienurlaubs Erfahrungen im Umgang mit ihren Segelflugzeugen. "Wir haben in Halle unsere komplette Ausrüstung eingepackt und hierher nach Gardelegen gebracht. Bei uns ist deshalb momentan kein Flugbetrieb möglich", erklärt Torsten Wilker, Organisator des Fluglagers. Neben acht Flugzeugen haben die Hallenser auch eine Schleppwinde für den Start mitgebracht. "Das ist gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit für die Gardeleger Piloten. Da sie nur Starts hinter einem Flugzeug machen, können sie in dieser Woche die Windenstarts üben", berichtet Wilker.


Zu ihrem Sommerlager sind die Piloten des Segelflugvereins Halle-Opin zurzeit auf dem Gardeleger Flugplatz zu Gast. Sie werden von den Segelfliegern aus der Hansestadt unterstützt. (Foto: Fabian Laaß)

Für die Hallenser steht während des einwöchigen Fluglagers die Ausbildung ihrer Vereinsmitglieder im Vordergrund. Unter anderem legen mehrere Piloten die Flugberechtigung für Windenstarts ab. Dazu werden kurze Platzrunden von fünf bis sieben Minuten gedreht. Nach der Landung wird das Flugzeug von einem Traktor wieder auf die Startbahn gezogen.


Im Cockpit eines Segelflugzeugs ist es eng. Alle wichtigen Instrumente sind aber vorhanden. (Foto: Fabian Laaß)

"Diese Fluglager sind besonders sinnvoll, weil wir das, was wir an einem Tag lernen, am nächsten Tag gleich umsetzen können. Normalerweise wird nur an den Wochenenden geflogen. Volle Konzentration ist bei der Landung angesagt. Die Piloten können bis zu sieben Stunden in der Luft bleiben. Da sind die Erfahrungen der Vorwoche immer schon ein wenig verblasst", sagt Torsten Wilker. Auch Erfahrungen auf unbekannten Flugplätzen und in einer fremden Region zu sammeln, sei sehr wichtig, so der Fluglehrer. Neben den Start- und Landeübungen werden natürlich auch Langstreckenflüge absolviert. Dabei bleiben die Piloten bis zu sieben Stunden in der Luft und legen teilweise 400 Kilometer zurück. "Und das alles umweltfreundlich und ohne Motorantrieb", gibt Wilker zu bedenken.


Volle Konzentration ist bei der Landung angesagt. Die Piloten können bis zu sieben Stunden in der Luft bleiben. (Foto: Fabian Laaß)

Nach dem Start an der Winde, wird das Seil in einer Höhe von zirka 400 Metern abgekoppelt. Danach orientiert sich der Segelflieger an markanten Punkten in der Umgebung, um die Thermik aufzuspüren. "Waldkanten eignen sich dafür besonders gut. Wir achten aber auch auf Vögel. Die nutzen nämlich ebenfalls die aufsteigende, warme Luft. Oft fliegen wir zwischen den Vögeln", erzählt Torsten Wilker. Die derzeit vorherrschende Blauthermik, also ein wolkenloser Himmel, sei für Segelflieger besonders anspruchsvoll, da sie sich nicht an Quellwolken orientieren könnten, um gute Thermik zu finden, sagt der Fluglehrer. Eine Segelfluglizenz zu erwerben, dauert durchschnittlich zwei bis drei Jahre. Geflogen werden kann von April bis Oktober. "Die Flugzeuge gibt es ab 3000 Euro. Wir stellen aber unsere Vereinsflugzeuge für unsere Mitglieder zur Verfügung", berichtet Torsten Wilker. Neben der Fliegerei ist während des Sommerlagers aber auch die Gemeinschaft sehr wichtig. Bei der morgendlichen Besprechung wird unter anderem ein Verpflegungsteam für den Tag bestimmt, das Einkaufen geht und ein Frühstück und ein Abendessen vorbereitet. "So ein Lager schweißt unheimlich zusammen. Das ist gerade bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit sehr wichtig", weiß Wilker. Die Hallenser Segelflieger sind noch bis morgen auf dem Gardeleger Flugplatz zu Gast. Geflogen wird bis heute Abend. "Wir freuen uns immer über Besuch und bieten bei Interessenten auch gern mal einen Schnupperflug an", lädt Torsten Wilker ein.



Altmark Zeitung, 28.07.2012

„Die Thermik hier ist wunderbar“

Segelflieger aus der Nähe von Halle halten sich eine Woche lang auf dem Gardelegener Segelflugplatz auf

Gardelegen. Sie sitzen geschützt unter einem kleinen Zelt. Belegte Brötchen und natürlich viel Wasser vor sich. Und das Funkgerät in der Hand. 20 Mitglieder eines Segelflugclubs aus Oppin bei Halle an der Saale halten sich seit dem vergangenen Wochenende in Gardelegen auf.


Fühlen sich auf dem Segelflugplatz bei Gardelegen pudelwohl: Chris Orzessek (im Cockpit) sowie Markus Michallok (vorne) und Marcus Oehlschlegel vom Flugsportverein Oppin bei Halle an der Saale. (Foto: St. Schmidt)

Genauer: Auf dem Segelflugplatz. Dort, auf der Anhöhe mit Blick auf die Silhouette von Gardelegen, haben sie ihre Zelte aufgebaut, übernachten dort. Und tagsüber geht es in die Luft. Denn die Frauen, Männer und Jugendlichen sind Mitglieder im Flugsportverein (FSV) Oppin. Dort gibt es ebenfalls einen Segelflugplatz. Aber einmal im Jahr, immer während der Sommerferien, werden andere Plätze angesteuert. „Damit wir auch mal andere Bedingungen kennenlernen“, sagt Chris Orzessek. Und die Bedingungen in Gardelegen sind nach übereinstimmender Auskunft der am Boden Gebliebenen – täglich starten mehrere Segelflieger zu teils stundenlangen Flügen – nahezu ideal. „Die Thermik ist wunderbar“, sagt Chris Orzessek. Denn der altmärkische Sandboden sei warm, diese Wärme steige auf und sorge so für mehr Auftrieb als bei anderen Böden. Folge: Es geht teilweise hinauf bis auf 1900 Meter. Geflogen wird, wenn es das Wetter zulässt – und das war in dieser Woche durchgehend der Fall – auf Sicht. Man orientiert sich an markanten Punkten wie Städten („Gardelegen liegt niedlich eingebettet“), Bahnlinien und Bundesstraßen. Dann kann es bei Dreiecksflügen auch mal über eine Distanz von 300 Kilometer gehen – kostenloser Brockenblick inclusive. Geflogen wird „bis Sunset“, also bis zum Sonnenuntergang. je nach Lust, Laune und eben der Thermik. Und: Im Cockpit ist es gar nicht so heiß, wie man denken mag. Denn hoch oben ist die Luft spürbar kälter. Die Geschwindigkeit kann bis zu 150 km/h betragen. Aber auch wenn es von unten so aussieht: „Es gibt in den seltensten Fällen ein gleichmäßiges Gleiten“, erzählt Chris Orzessek. Und es gehe auch in den seltensten Fällen strikt geradeaus. Im nächsten Jahr werden die Segelflieger aus Oppin wohl einen neuen Segelflugplatz für ihr Sommerquartier aussuchen. Denn „Abwechslung muss sein.“



Schülerzeitung, Christian-Wolff-Gymnasium Halle

Hoch, höher, am höchsten

Dieses Highlight stellt alles in den Schatten, was sonst noch zum Girls-und Boysday am 26. April angeboten wurde- mit Abstand. Um genauer zu sein mit einem Abstand von ca. 450 Metern.

Genau das ist nämlich die Höhe, in der ich am Donnerstag wie die anderen geschätzten 29 Teilnehmer in luftiger Höhe unterwegs war, als ,,Passagierin" eines waschechten Segelflugzeugs auf dem Gelände des Flugsportvereins Halle-Oppin e.V. Dazu sollte erwähnt werden, dass wir bei schönerem und vor allem sonnigerem Wetter auch 1000 Meter geschafft hätten, aber wenigstens konnte überhaupt geflogen werden. Dabei zog die oft lückenlose Wolkendecke zwar unheilvoll über uns hinweg, aber der Wetterbericht war auf unserer Seite.

Die erste Frage, die ich mir als Außenstehende selbst stellen würde, wäre sicherlich: ,,Wie ist das so, also im Flugzeug, das Gefühl meine ich?" (Ja, ich glaube so wäre meine Frage an mich formuliert.) Ich würde darauf antworten: ,, Naja, so genau kann man das eigentlich nicht beschreiben, also mit Worten jetzt. Das ist nämlich so, dass es zuerst ganz schnell ziemlich senkrecht nach oben geht, aber das wirkt beim Zusehen viel schlimmer, als es drinnen wirklich ist, bei mir jedenfalls. Am Grund eines 3m tiefen Schwimmbeckens ist mehr Druck auf den Ohren. Ja, und dann fällt man in so `ne Art Loch und dann is da ein ganz komisches Gefühl. Wenn ich schon mal Achterbahn gefahren wäre, hätte ich wohl gesagt, dass sich das wie Achterbahnfahren anfühlt, bloß ohne Geschwindigkeitswahrnehmung. Und oben ist es dann einfach nur umwerfend, megamäßig wunderschön. Der Raum im Flugzeug ist wie eine eigene kleine Welt (+ Fluglehrer, aber den merkt man kaum). Man hört nur den Wind und sieht unter sich die schönste Aussicht, die man sich vorstellen kann. Die gelben Rapsfelder werden von noch grünem Getreide umschlossen, immer im Wechsel und dazwischen liegen mal größere, mal kleinere ,,Häuserfamilien". Traurig wird`s wenn der erste Anfall von maßlosem Erstaunen vorbei ist und man merkt, dass es wieder abwärts geht. Die Landung war sachter als ich es mir vorgestellt habe und dann war es -nach 6 Minuten (!!!)- auch schon wieder vorbei. Komischerweise konnte ich mich direkt nach dem Flug kaum noch an das Gefühl erinnern und wenn ich die Landschaft nicht im Kopf behalten hätte, wäre ich fast davon überzeugt gewesen gar nicht geflogen zu sein. Erst abends im Bett kam das Gefühl, jedenfalls die Erinnerung daran, fast vollständig wieder. Diese ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem eigentlichen Moment im Segelflugzeug." Nach diesem Vortrag hätte ich aufgeschaut und überrascht festgestellt, dass mein Gegenüber eingeschlafen war. Sein bzw. mein Schnarchen hätte mich vielleicht an das Windgeräusch erinnert, oder an eine Fahrt mit der Achterbahn, wenn die Räder nicht geölt sind. Keine angenehme Vorstellung.

Zu den 6 Minuten: Normalerweise kann ein Segelflugzeug stundenlang in der Luft bleiben, wenn man als erfahrener Pilot die Aufwinde richtig auffangen kann. Ursprünglich war nach dem Fliegen noch eine kurze Führung geplant. Wir wollten uns ein Paar Motorflugzeuge und einen Einsitzer ansehen, aber aufgrund des starken Windes gab es zwischenzeitlich eine Flugunterbrechung, was alles ein wenig hinauszögerte.

Es war also ein wunderschönes Erlebnis und wenn ich euch mit meinen ausschweifenden Beschreibungen ein bisschen für das Segelfliegen interessieren konnte und ihr es vielleicht auch mal wagen wollt, dann müsst ihr schon selbst sehen, wo ihr die nötigen Informationen dazu herbekommt… - ….OK, ich will mal nicht so sein: http://fsv-oppin.spriebel.de/index.asp.



Landsberger Echo, 16.05.2012

Frei wie ein Vogel in 2500 m Höhe

Oppin. Einmal in den Lüften schweben und sich von ihnen tragen lassen, wie ein Adler - diesen Traum erfüllten sich am Donnerstag, 26. April 2012, dreißig Mädchen und Jungen im Rahmen des Girls Day beim Flugsportverein Halle-Oppin e. V. Dass dahinter nicht nur das Abenteuer Segelflug steckt, sondern auch die Neugier auf die Berufswelten rund um die Fliegerei geweckt werden soll, zeigte sich beim anschließenden Rundgang über das Flugplatzgelände u. a. mit Blick in den Tower und den Helikopter-Hangar des ADAC.


N. Heinrich, Pressechef beim FSV Halle-Oppin, vermittelte erste Grundlagen für das Segelfliegen. Danach ging es für die dreißig Schülerinnen und Schüler rasant in die Lüfte. (Foto: Henning Mertens)

Der Girls Day 2012 führte 30 Mädchen und Jungen am Donnerstag, 26. April 2012 zum Flugsportverein Halle-Oppin, wo sie Einblicke in Berufswelten rund um die Fliegerei erhielten. „Ob Techniker, Flugzeugmechaniker oder Fluglotse - neben dem Beruf des Piloten gibt es viele interessante Aufgaben“, erklärte Vereinssprecher N. Heinrich und fügte hinzu: „Das Segelfliegen selbst ist natürlich ein tolles Hobby. Das durften die Schülerinnen und Schüler, die aus Halle, Landsberg, Merseburg, Petersberg und sogar Markkleeberg angereist waren, auch gleich erfahren. Nach eingehender Einweisung ging es von der Seilwinde angezogen sogleich hoch in die Luft: Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3-5 Sekunden und einem Höhengewinn von 400 m bis zum Ausklinken des 1.100 m langen Zugseils war das der rasante Teil des Fluges. Danach ging es still und gemächlich einmal um das Flugplatzgelände, bevor die Fluglehrer die Doppelsitzer sanft aufs Gras zurückbrachten. Neben den praktischen Einblicken gab es auch Hintergrundwissen zum Segelfliegen: So sei es die Thermik, derer sich die Piloten bedienen, um Höhe zu gewinnen. Diese zu finden sei manchmal gar nicht so einfach - besonders wenn sich keine einzige Wolke am Himmel zeigt. Dann greift man auf Bodenmerkmale wie Waldränder, Hügel, Ortschaften oder auch mal einen pflügenden Traktor zurück, die als Hindernis für die warmen Luftströme fungieren und diese zum Aufsteigen zwingen. Bis zu 2.500 m hoch kann man sein Flugzeug so in diesen Breitengraden bringen. In Afrika seien stellenweise 6.000 m möglich, verriet N. Heinrich. In Oppin hat man sich auf das Streckenfliegen spezialisiert und versucht möglichst lang in der Luft zu bleiben. Insgesamt ca. 60 Mitglieder sind in dem Verein organisiert. Sicherheit wird bei jedem Flug groß geschrieben: Es gibt detaillierte Regeln und Routinen wie in der gesamten Luftfahrt. Einmal oben bietet der Segelflug jedoch ein einmaliges Erlebnis - Eins mit den Strömungen der Luft und in aller Stille hoch über der Landschaft.


Mit dem Fluglehrer ging es für die u. a. aus Markkleeberg angereisten Teilnehmer(innen) des Girls Day in die Platzrunde. (Foto: Henning Mertens)


Mitteldeutsche Zeitung, 12.03.2012

Flugsport

Oppiner Motorsegler fliegt im "Polizeiruf 110"

Oppin/MZ - Der Flugsportverein Oppin schreibt Filmgeschichte. Wie es in einer Mitteilung heißt, habe ein Motorsegler des Vereins eine Rolle im Polizeiruf-Krimi "Raubvögel" bekommen. Der Flieger brachte die Ermittlerin in die Lüfte.

Der Film lief am 18. März um 20.15 Uhr im Ersten.


© MDR Vogelfrei: Kommissarin Lindner (Isabell Gerschke) observiert aus der Luft





Pressemeldungen 2011
AHA - Alles Halle. Das Stadtmagazin, Oktober 2011

Über den Wolken

Grenzenlose Freiheit: Verein setzt euch hinters Steuer eines Segelflugzeugs

Für die Erfindung des Flugzeugs kann man echt dankbar sein. Aber auch selber zu fliegen muss kein Traum bleiben. Aus diesem Grund bietet euch der Flugsportverein Halle-Oppin vom 17. bis 23. Oktober die Gelegenheit, selbst die Hand ans Steuer zu legen und über den Wolken zu schweben.

Jeden Tag ab 9 Uhr trefft ihr euch im Vereinsheim. Zu Beginn gibt es kaum graue Theorie, nur die wichtigsten Instrumente in den Flugzeugen werden erklärt und eine kurze Einführung gegeben. Sofort danach steigt ihr mit einem echten Piloten in die Segelflugzeuge und hebt ab. In der Luft übt ihr beispielsweise Geradeaus- oder Kurvenflüge.

Mitmachen darf jeder ab 14 Jahren. Der Kurs ist natürlich wetterabhängig, euch werden nur die Tage berechnet, an denen ihr auch wirklich in der Luft wart. Pro Tag fallen 25 Euro an. Bringt euch genug Verpflegung und ausreichend Getränke mit. Achtet außerdem auf warme, witterungsbeständige Kleidung und feste Schuhe. Anmelden könnt ihr euch auf der Internetseite des Vereins: www.fsv-oppin.de.


Foto: privat


WochenSpiegel , 14. September 2011

Pilot für einen Tag

Oppin (WS). Der Flugsportverein Halle-Oppin e.V. gibt Interessierten und Neugierigen die Möglichkeit, für einen Tag beim Flugbetrieb der Segelflieger dabei zu sein.

Am 24. September können Fluginteressierte ab 14 Jahre an einem Schnupperflugtag bei den Segelfliegern teilnehmen. Der Tag beginnt um 10 Uhr im Vereinsheim mit der Vorstellung des Vereins und einer kurzen Einführung zum Verhalten auf dem Fluggelände. Nach dem Ausräumen und Aufrüsten der Segelflugzeuge geht es auf die Segelwiese. Zur Krönung des Tages gibt es für jeden Teilnehmer zwei Segelflüge per Windenstart.

Anmelden kann man sich im Netz unter www.fsv-oppin.de. Mehr Infos gibt es bei N. Heinrich, Tel.: (034604) 20344 (nur am Wochenende).



Magdeburger Volksstimme, 04. Juni 2011

Der große Tag für die Piloten

Segelfliegen: 13 neue Piloten auf einen Streich!

Ende Mai war der große Tag für 13 Segelflugpiloten im Land Sachsen-Anhalt: die praktischen Prüfungen standen an.In Schönebeck beobachtete Fluglehrer und Prüfer Joachim Munkelt drei Prüflinge, um ihnen nach ihren erfolgreichen Kunstflugvorführungen die Berechtigung für Segelkunstflug zu bescheinigen. Robert Liepelt aus Ascherleben, Christian Drößler und Niklas Förster aus Magdeburg bestanden mit sehr guten Ergebnissen. Großer Dank gilt dabei dem ausbildenden Fluglehrer Henrik Hamvas von der LSG Harzfalken.

Nicht minder groß war die Erleichterung bei zwei Lizenz-Prüflingen in Magdeburg. Zu gleicher Zeit stiegen hier Richard Schröder (16) vom Segelfliegerklub Magdeburg und Michael Ulrich vom Fliegerclub Schönebeck in die Luft, um ihren Prüfern Nobert Oelze und Jürgen Grahneis das vorgegebene Flugprogramm zu zeigen: Starten, Steilkreise, Trudeln, Slip, Landung - das alles muss ein künftiger Luftfahrer beherrschen. Auch diese beiden Piloten haben die Prüfungen bravorös bestanden.

Etwas umfangreicher waren die praktischen Prüfungen für 8 Fluglehrer-Anwärter, die alle ebenfalls ihre Prüfungen bestanden. (rs)


Fluglehreranwärter v.l.n.r. Tim Hollneck, Matthias Grube, Dennis Krull, René Schinkel, Marco Dürbrook, Katrin Braune, Sebastian Groebel, Fabian Finster. Foto: privat



Super Sonntag, 30. Januar 2011

Einführung in die Segelflugtheorie

Bestandene Theorieprüfung Voraussetzung für praktische Segelflugprüfung

HALLE (red). Dieses Jahr bietet der Flugsportverein Halle-Oppin e.V. erstmals für alle Interessenten und insbesondere für die Teilnehmer an den Schnupperflugtagen im letzten Herbst am 19. Februar einen dreistündigen kostenlosen Schnupperkurs zur Segelflugtheorie an.

Der Kurs umfasst in kurzer und erläuternder Form die für die Segelfluglizenz nötigen Theoriethemen. Das sind: Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse/Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen. Außerdem werden wichtige und gute Lernhilfen und Bücher, Kartenmaterial und das Luftfahrthandbuch (AIP) vorgestellt. Die erfolgreich bestandene Theorieprüfung ist Voraussetzung für das Absolvieren der praktischen Segelflugprüfung und Grundlage für den Erwerb der Motorseglerlizenz.

Der Schnupperkurs findet im Vereinsheim am Flugplatz Halle-Oppin statt. Beginn ist 9 Uhr. Anmeldung bitte direkt über die Kontaktseite der Vereinshomepage. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt.






Pressemeldungen 2010
SonntagsNachrichten, 17. Oktober 2010 - Saal(e)Report Sonderveröffentlichung

"Abfliegen" naht in Oppin

Flugsportverein nutzt letzte Flugtage bis zum 30. Oktober

OPPIN (mas). Der Winter naht. Für die Mitglieder des Flugsportvereins Halle-Oppin sind die letzten Tage des saisonalen Flugbetriebs angebrochen. Am 30. Oktober ist "Abfliegen".

Von heute bis zum 24. Oktober findet der diesjährige Herbstlehrgang auf dem Flugplatz Oppin statt. Alle Piloten und Flugschüler, aber auch Fluginteressierte sind eingeladen auf eine Woche ausgiebiges Segelfliegen, bevor die aktuelle Flugsaison 2010 zu Ende geht.

Der aktuelle Lehrgang richtet sich insbesondere an Flugschüler oder Fluganfänger, die innerhalb kurzer Zeit in der praktischen Ausbildung einen großen Schritt nach vorn kommen wollen. Aber auch vereinsfremde Interessenten am Segelflug können daran teilnehmen und so in wenigen Tagen die fliegerischen Grundlagen des Segelfluges erlernen.

Am 30. Oktober findet das "Abfliegen", der letzte organisierte Flugtag der Saision, und ein Werkstattfest statt. Beginn ist 9 Uhr. Wie bereits in den vergangenen Jahren kann auch diesmal bei genügend Interesse eine Wilga als Schleppmaschine zum Flugzeugschlepp organisiert werden. Wer noch F-Schleppstarts benötigt oder sich einfach in große Höhe zum gemütlichen Abgleiten bringen lassen möchte, sollte zuvor kurz den Vereinsvorstand informieren.

Am Abend des 30. Oktobers treffen sich die Vereinsmitglieder im Vereinsheim zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Am Tag danach rüsten sie die Flugzeuge ab (Fachsprache) und räumen die Werkstatt und das Vereinsheim auf.


Noch zwei Wochen, dann ist die Flugsaison 2010 für die Mitglieder des Flugsportvereins Halle-Oppin vorbei. Foto: N. Heinrich



AHA - Alles Halle. Das Stadtmagazin, September 2010

Pilot für einen Tag

VON TIMO LEICH

Schnupperangebot in Oppin: Für 20 Euro mal richtig in die Luft gehen. Wer träumt nicht davon, ein Mal am Steuer eines Flugzeuges zu sitzen? Der FSV Halle-Oppin ermöglicht nun Interessierten und Neugierigen, einen Tag lang hautnah Flugerfahrungen mit Segelfliegern zu sammeln und selber Manöver durchzuführen. Die Teilnehmer erhalten dafür eine Tagesmitgliedschaft im Verein. Am 25. September findet dieses luftige Highlight für Fluginteressierte ab 14 Jahre statt. Es beginnt 9.00 Uhr im Vereinsheim auf dem Flugplatz Oppin.

Um nicht ganz ahnungslos abzuheben, gibt es anfangs kurze Einführungen in die Themenbereiche Luftrecht, Wetterkunde, Verhalten auf dem Fluggelände und Technik. Alle Handgriffe, die vor und nach einem Start anfallen, werden mit großer Sorgfalt durchgeführt. Höhepunkt des Tages sind zwei Starts vom Pilotensitz eines Doppelsitzers. Während des ganzen Fluges kann der Ein-Tages-Pilot die Hilfe des Fluglehrers in Anspruch nehmen. Der spektakuläre Tag klingt mit einem Grillabend aus. Jeder Teilnehmer erhält ein persönliches Flugbuch mit den eigenen Flugdaten. Das ganze Ereignis ist für schlappe 20 Euro zu haben. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl wird eine schnelle Anmeldung empfohlen.


25. September, ab 9.00 Uhr, Flugplatz Oppin, www.fsv-oppin.de



Mitteldeutsche Zeitung, 28. Juni 2010

Thomas aus Durban hebt ab

VON HEIDI JÜRGENS

OPPIN/MZ. Eins ist für Thomas Gevers klar: Wenn es nur irgendwie möglich ist, dann wird er Pilot. Fliegen ist das große Hobby des 16-Jährigen, der als jüngstes Mitglied des Flugsportvereins Halle-Oppin am Sonnabend gut zu tun hatte. Denn das 20-jährige Bestehen des Vereins, in dem sich mehr als 50 Segelflieger zusammengefunden haben, wurde mit einem Fest für Mitglieder und Gäste gefeiert. Und wer wollte, der konnte auch abheben.

Das wiederum erfordert etlichen Aufwand. Nicht nur, dass Piloten gebraucht werden. Die kleinen Maschinen müssen für die Starts präpariert und nach der Landung wieder zum Startplatz gezogen werden. Gäste sind zum Startplatz zu befördern und nach der Landung wieder zurückzubringen.

"Wir wollen heute zeigen, dass wir ein tolles Hobby haben", sagt der 16-Jährige, der in Leipzig zu Hause ist und nahezu an jedem Wochenende, an dem es das Wetter zulässt, mit Zug und Rad nach Oppin fährt. Und der verrät, dass er ja eigentlich noch von viel weiter herkommt: Vor vier Jahren siedelten seine Eltern aus Durban in Südafrika nach Deutschland über. In Durban, wo Thomas' ehemalige Schulkameraden gerade wegen der Fußballweltmeisterschaft Ferien außer der Reihe genießen, hat Thomas in der Nähe des Flugplatzes gewohnt. "Daher kommt, dass mein Interesse an der Fliegerei größer ist als an Fußball", sagt er.

In Leipzig hat ihn eine Arbeitskollegin seiner Mutter auf den Oppiner Flugplatz und den Flugsportverein aufmerksam gemacht. "Als ich herausgefunden habe, dass die Mitgliedschaft inklusive Ausbildung und Fliegerei für Jugendliche 50 Euro im Monat kostet, war die Entscheidung gefallen", blickt er zurück. "40 Euro habe ich bis dahin für Gitarrenstunden ausgegeben - dass Fliegen nur zehn Euro mehr kostet, hätte ich nie gedacht."

Vereinschef Stefan Münch ist voll des Lobes über den Schüler: "Er hat im letzten Jahr erst angefangen und sehr schnell gelernt", sagt er, "deshalb kann er auch schon allein fliegen." Mit 16? "Ja", erklärt Münch, "bereits mit 14 Jahren kann man die Ausbildung beginnen und auch schon allein aufsteigen, wenn sich zeigt, dass man talentiert genug ist. Und wenn man ernsthaft bei der Sache ist und regelmäßig kommt." Was bei Thomas keine Frage sei.

Allerdings machen die Oppiner Segelflieger auch andere Erfahrungen. "Fliegen ist ein sehr zeitaufwändiges Hobby. Junge Leute, die noch viele andere Interessen haben und am Wochenende auch gern mal die Nacht zum Tage machen, haben dann oft wenig Lust, morgens schon wieder auf dem Flugplatz zu sein", sagt Lothar Aumann. Der 66-Jährige gehörte vor 20 Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und ist auch heute noch aktiv dabei. "Fliegen kann man, solange man fit ist", erklärt er noch, ehe er mit dem nächsten Festgast abhebt.


Begeisterte Segelflieger: Thomas Gevers (16) und Lothar Aumann (66). (FOTO: MZ)



SonntagsNachrichten, 20. Juni 2010 - Saal(e)Report Sonderveröffentlichung

Flugsportler feiern 20 Jahre

Öffentliche Festveranstaltung am 26. Juni - Eintritt kostenlos

OPPIN (sn). Am 26. Juni ab 10 Uhr feiert der Flugsportverein Halle-Oppin sein 20-jähriges Bestehen. Interessierte, Neugierige und Freunde sind herzlich eingeladen, diesen Tag mit dem Verein zu feiern. Der Eintritt ist frei, der Parkplatz auch.

Bereits ab dem Vormittag dürfen die Gäste im Segelflugzeug, im Motorsegler oder im Motorflugzeug mitfliegen. Die Höhepunkte an diesem Tag sind Kunstflug im Segelflugzeug und Flugzeugschlepp oder Doppelschlepp. Auch da können die Entschlossenen unter den Gästen gerne mitfliegen. Schnupperflüge sind ab 20 € möglich, sagt Vorstandsmitglied N. Heinrich. Für die kleinen Flugfreunde ist ein buntes Rahmenprogramm geplant mit Hüpfburg, Fußball und Swimmingpool. Außerdem soll es am Stand des Berliner Fliegerladens all das geben, was die Luftfahrt liebenswert und interessant macht.

Auch um das leibliche Wohl wollen sich die Vereinsmitglieder kümmern. Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Holzkohlegrill und Bier vom Fass sind angekündigt. Die große Jubiläumsparty mit DJ soll dann am Abend in der Flugzeughalle steigen. Mit einem Lagerfeuer kann der Tag gemütlich ausklingen.

Der Verein wurde am 10. März 1990 aus den Restbeständen der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) gegründet. Der Flugzeugpark und die dazugehörigen Gebäude wurden modernisiert und der Flugsportverein auf den Stand der Zeit gebracht. Die meisten der heute über 60 Mitglieder sind Segelflieger. Die Ausbildung führen ehrenamtliche Fluglehrer durch.


Am 26. Juni feiert der Flugsportverein Halle-Oppin sein 20-jähriges Bestehen. Alle Interessierten sind eingeladen. Foto: FSV Halle-Oppin






Pressemeldungen 2009
Mitteldeutsche Zeitung, 11. Mai 2009

Ein junger König lernt fliegen

Flugsportverein entwickelt gemeinsam mit Partnern ein Projekt, wie man Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen helfen kann

VON RALF BÖHME

OPPIN/MZ. Er hat die Welt von oben gesehen. Er war dort, wo nur der Wind zu hören ist. Und er hatte so ein Kribbeln im Bauch, dass man kaum beschreiben kann. Hani Michael Debasai freut sich wie ein junger König. Der 18-Jährige ist geflogen, an der Seite eines erfahrenen Piloten in Oppin. Mit ihm haben am Samstag 15 Jugendliche, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, einen Tag beim Flugsportverein erlebt.

Eine Motorwinde zog das Segelflugzeug mit Tempo 100 am Seil in den Himmel. In einer Höhe von 450 Metern wurde das Seil ausgehakt. Die Maschine schwebte lautlos eine Runde über den Flugplatz. "Es gab nur den Wind, alles war ganz still da oben", erinnerte sich der junge Mann nach der Landung. Vereinschef Peter Mierig lobt das Verständnis und auch das Geschick des Flugschülers, der in keinem Moment die Orientierung verloren habe. In der Ferne erkannte der "Co-Pilot" die Türme von Halle. Erst vor fünf Jahren verschlug es Hani Michael und seine Familie dorthin. Hinter ihm lag damals ein langer Weg, der in seiner alten Heimat Eritrea - einer Krisenregion am Horn von Afrika - begann.

In Halle fand der Junge, wie er selbst sagte, seine neue Heimat. Dass ihm dass Deutsche, die Sprache und Lebensweise nicht fremd geblieben sind, dafür dankt der Neu-Hallenser solchen Helfern wie Jane Wiede vom Jugend- und Familienzentrum Sankt Georgen.

Die Sozialarbeiterin leitet das Projekt "Erste Schwelle", das die Integration bis ins Berufsleben unterstützt. Hani Michael versteht das nicht nur als Chance, die ihm die Vernunft gebietet. "Das macht mir wirklich auch alles viel Spaß", meint der talentierte Fußballspieler. Bürgercafé, Computer-Station oder Jugendtreff - an Abwechslung herrscht im Mehrgenerationenhaus in der Zwingerstraße kein Mangel, überall kann er helfen. Mit seinem erfolgreichen Praktikum hat er sich für eine Ausbildung in der Altenpflege empfohlen. Im August geht es los damit, voraussichtlich in der Senioren-Residenz Steintor-Palais.

Jährlich unterstützt das Sankt-Georgen-Jugendzentrum rund 100 junge Leute im Alter von 14 bis 25 Jahren, die eine berufliche und persönliche Orientierung suchen. Berufsfindung und Lehrstellensuche sind eine Seite dieses Angebotes. Auch Schuldenprobleme oder Wohnungssuchen sind ein Thema. Jane Wiede: "Hauptaufgabe jedoch ist die Motivation von Jugendlichen, die bereits viele Fehlschläge einstecken mussten."

Zuvor steht ihm noch ein anderer Weg offen. Der Flugsportverein will ihn zu einer Segelflug-Lizenz verhelfen. Eine verschworene Gemeinschaft, der Verein zählt 51 Männer und sieben Frauen, steht ihm dabei zur Seite. Fluglehrer Torsten Wilker zum Beispiel kann schon auf 4 000 Starts und Landungen verweisen. Geschenkt gibt es nichts, denn die Ausbildung verlangt den ganzen Kerl. Doch die Kosten muss nicht Hani Michael tragen. Dafür kommt der Verein auf, der sich auf einen Sponsor stützen kann. Das ist die Energiegemeinschaft Halle - die Kommunikationsplattform des regionalen Handwerks für Strom, Gas und Fernwärme sowie die Energieversorgung Halle.


Letzte Einweisung vor dem Start. Hani Michael ist bereits angeschnallt, an seiner Seite Sozialarbeiterin Jane Wiede. (FOTO: LUTZ WINKLER)



Mitteldeutsche Zeitung, 28. März 2009

Aktionstag mit Chance zum Neustart

Bündnis: Jugendliche erhalten nach Fehlschlägen ein ungewöhnliches Angebot

VON RALF BÖHME

OPPIN/MZ. Unter dem Motto "Ist doch Ehrensache" will der Flugsportverein in Oppin mindestens 15 Jugendliche aus Halle und Umgebung hoch hinausbringen. Partner dieses Aktionstages am 9. Mai, der bundesweit auf Initiative der ARD stattfindet, ist das hallesche Jugendzentrum Sankt Georgen. Es hilft jungen Leuten, die viele Fehlschläge haben einstecken müssen.

Die Idee, die möglicherweise als Impuls für einen Neuanfang wirkt, ist einfach: Wen sonst Ärger mit der Schule, in der Familie, mit Behörden oder Banken drücken, der soll die Welt und ihre Probleme einmal von oben sehen. Drei Segelflugzeuge und Motorschlepper sollen dazu gleichzeitig ihre Runden über dem Saalekreis drehen, so der Ablaufplan. Darin ist aber auch festgeschrieben, dass die Segelflieger auf Zeit auch eine entsprechende flugtechnische Einweisung erhalten, den Start- und Landeplatz abstecken und helfen, die Fluggeräte in Position zu bringen.

Für solche anspruchsvollen Projekte der Jugendarbeit ist der Flugsportverein seit vielen Jahren die richtige Adresse. Alle 58 Mitglieder, darunter auch acht Frauen, verfügen über Flugerfahrung. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren. Mit etwas Glück schafft man es, in einer Saison 100 Stunden und mehr in der Luft zu sein. Die Ausbildung des fliegerischen Nachwuchses ist ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

Steffen Busch vom Jugendzentrum Sankt Georgen freut sich über das Angebot, auf diese Weise mal durchstarten zu können. "Da ist wirklich mehr als ein Tapetenwechsel und auch eine Neuheit in der Sozialarbeit." Gespannt sind seine Schützlinge vor allem darauf, wie man so ein Flugzeug zum Abheben bringt. Mit einer Motorwinde erreicht der Segelflieger ein Tempo von 90 Kilometer pro Stunde und klinkt dann in einer Höhe von etwa 450 Metern aus. Neben der Mitfluggelegenheit dürften auch die Gespräche am Rande der Piste von Interesse sein. Rede und Antwort steht dann vermutlich auch das gegenwärtig jüngste Vereinsmitglied, der 17-jährige Segelflug-Lehrling Johannes Milkow.

Mindestens ein Jugendlicher, so die Offerte des Flugsportvereins, soll dann - Interesse vorausgesetzt - die Ausbildung bis zur Fluglizenz durchlaufen können. Und das kostenlos. Die Aufwendungen übernimmt die Energiegemeinschaft Halle. Dieser Zusammenschluss vereint mittelständische Betriebe aus dem Spektrum Strom, Erdgas und Fernwärme. Geschäftsführer Ingo Englich; "Wir sehen darin eine etwas andere Art, junge Leute für eine Lehre fit zu machen." Auch deshalb wollen Vertreter aus Mitgliedsfirmen an dem Aktionstag teilnehmen, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.


Gemeinsam wird in Oppin ein Projekt angeschoben - Jugendliche erhalten über das Segelfliegen neue Perspektiven. (FOTO: LUTZ WINKLER)



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